Künstliche Intelligenz ist in vielen Unternehmen längst vom Zukunftsthema zur konkreten Planung geworden. Mitarbeitende sollen Texte erstellen, Daten analysieren, Prozesse automatisieren und zunehmend auch komplette Aufgaben an KI-Agenten übergeben. Unternehmen investieren deshalb in neue Anwendungen, Plattformen und digitale Workflows.
Was dabei häufig zu wenig beachtet wird: KI funktioniert nicht unabhängig von der technischen Infrastruktur. Die leistungsfähigste Anwendung hilft wenig, wenn die Internetverbindung zu langsam, instabil oder nicht auf viele parallele Nutzer ausgelegt ist.
Denn KI-Anwendungen werden überwiegend cloudbasiert betrieben. Jede Anfrage, jeder Tool-Aufruf und jedes Zwischenergebnis wird zwischen dem Unternehmen, verschiedenen Cloud-Diensten und weiteren Geschäftssystemen übertragen. Je stärker KI in den Arbeitsalltag integriert wird, desto mehr Datenverkehr und Netzwerkkommunikation entstehen.
Unternehmen planen mit KI – aber nicht immer mit der passenden Infrastruktur
Unternehmen müssen daher nicht nur überlegen, wo sie KI einsetzen möchten, sondern auch, welche Voraussetzungen dafür notwendig sind. Was heute für einzelne Nutzer noch ausreicht, kann bei einer breiten Nutzung schon bald zum Engpass werden. In Zukunft werden KI-Agenten voraussichtlich immer mehr Aufgaben gleichzeitig übernehmen und mit immer mehr Unternehmenssystemen kommunizieren.
Damit steigt auch der Bedarf an Bandbreite, niedrigen Latenzen und stabilen Business-Anschlüssen. Die Internetinfrastruktur wird damit zu einer entscheidenden Grundlage für die erfolgreiche Nutzung von KI.
KI-Anwendungen unterstützen Unternehmen bereits heute bei Recherche, Datenanalyse, Automatisierung und Kundenkommunikation. Agentensysteme gehen dabei noch einen Schritt weiter: Sie planen Aufgaben selbstständig, greifen auf Datenbanken zu, verschicken E-Mails oder lösen Prozesse in anderen Anwendungen aus.
Damit solche Abläufe zuverlässig funktionieren, braucht es jedoch mehr als eine leistungsfähige KI-Anwendung. Entscheidend ist auch die Infrastruktur dahinter.
Was zwischen Anfrage und Ergebnis passiert
Eine KI-Anfrage besteht nicht immer nur aus einer Frage und einer Antwort. Bei einem einfachen Prompt ist der Ablauf noch überschaubar. Ein KI-Agent arbeitet dagegen häufig in mehreren Schritten:
- 1. Die Anfrage wird an das KI-Modell übermittelt.
- 2. Das Modell erstellt einen Plan.
- 3. Benötigte Datenbanken, Systeme oder Schnittstellen werden angesprochen.
- 4. Die Ergebnisse werden zurück an das Modell übertragen.
- 5. Das Modell bewertet die Informationen und plant den nächsten Schritt.
- 6. Weitere Tool-Aufrufe werden gestartet.
- 7. Am Ende wird das Ergebnis an den Nutzer ausgegeben.
Jeder dieser Schritte kann eine eigene Netzwerkverbindung und zusätzliche Datenübertragung auslösen. Aus einer einzelnen Anfrage können so zahlreiche Kommunikationsvorgänge werden – mit insgesamt 30 bis 80 Netzwerkpaketen oder mehr pro Workflow.
Die Tokens selbst werden im KI-Modell erzeugt. Das Netzwerk transportiert jedoch die Anfrage, Zwischenergebnisse und Antworten zwischen den beteiligten Systemen. Genau deshalb hat die Qualität der Internetverbindung direkten Einfluss auf Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit.
Die Bandbreite wird zum kritischen Faktor
Je mehr Mitarbeitende KI-Anwendungen nutzen, desto größer wird das Datenaufkommen. Gleichzeitig werden KI-Systeme immer stärker in bestehende Unternehmensprozesse integriert.
Das kann zu einer deutlichen Steigerung des Bandbreitenbedarfs führen – je nach Nutzung perspektivisch auf das Fünf- bis Zehnfache. In den kommenden Jahren können für Unternehmen deshalb Anschlüsse im Bereich von zwei bis fünf Gigabit relevant werden.
Ein günstiger Standardtarif reicht dann möglicherweise nicht mehr aus. Besonders dann, wenn gleichzeitig Cloud-Anwendungen, Videokonferenzen, Telefonie, VPN-Verbindungen und weitere digitale Prozesse genutzt werden.
Nicht nur Bandbreite zählt
Für KI-gestützte Prozesse ist nicht allein die maximale Übertragungsgeschwindigkeit entscheidend. Ebenso wichtig sind:
- • geringe Latenz
- • möglichst niedriger Jitter
- • stabile Übertragungsqualität
- • geringe Paketverluste
- • hohe Verfügbarkeit
- • schnelle Entstörung
- • ausreichende Reserven für Spitzenlasten
Gerade bei agentischen Workflows summieren sich kleine Verzögerungen. Muss ein KI-Agent mehrfach auf externe Systeme zugreifen, wirkt sich jeder zusätzliche Netzwerk-Roundtrip auf die Gesamtdauer aus.
Schwankende Antwortzeiten können Prozesse verlangsamen, Warteschlangen erzeugen oder dazu führen, dass Anfragen wiederholt werden müssen. Dann wartet nicht nur der Nutzer auf das Ergebnis. Auch Server, Anwendungen und teilweise Rechenkapazitäten bleiben länger gebunden.
Das verursacht zusätzliche Kosten, die nicht zu unterschätzen sind. Rechenleistung wird länger benötigt, Prozesse werden ineffizienter und Mitarbeitende verlieren wertvolle Arbeitszeit. Bei einer intensiven KI-Nutzung können sich solche Verzögerungen bei vielen parallelen Anfragen deutlich auf die Betriebskosten auswirken.
Premium-Konnektivität als Grundlage
Unternehmen, die KI produktiv einsetzen möchten, benötigen deshalb eine leistungsfähige und stabile Internetinfrastruktur. Dazu gehören ein professioneller Businessanschluss, ausreichend Bandbreite und eine Verbindung, die auch unter hoher Auslastung zuverlässig funktioniert.
StarTech analysiert den individuellen Bedarf und entwickelt passende Lösungen – von leistungsfähigen Internet- und Glasfaseranschlüssen bis hin zu redundanten Anbindungen, moderner Standortvernetzung und SD-WAN-Konzepten.
Denn wenn die Verbindung nicht zuverlässig funktioniert, kann auch die beste KI-Anfrage nicht zuverlässig abgeschlossen werden.
Sie planen den verstärkten Einsatz von KI in Ihrem Unternehmen? Sprechen Sie StarTech an. Gemeinsam prüfen wir, welche Konnektivität Ihre aktuellen und zukünftigen Anforderungen erfüllt.
